Glattputz

Glattputz – beeinflusst das Raumklima positiv

Bei der Wandgestaltung im Innenbereich haben Sie als Bauherr die Auswahl zwischen verschiedenen Putzen. Jede dieser verschiedenen Putzarten besitzt Vorteile und Nachteile. Im folgenden Beitrag werden Ihnen die Vorteile und Einsatzmöglichkeiten von Glattputz im Detail von Tom, Fliesenleger und im  Trockenbau vorgestellt.

Glattputz – Merkmale und Eigenschaften

Glattputze werden auch Glättputze genannt. Bei diesen Putzen handelt es sich um langsam abbindende, mineralische Lehm- oder Kalkputze. Das Verputzen erfolgt mittels polierter Steine, einem Glätteisen oder einer Glättkelle. Zudem gibt es kunstharzgebundene Glattputze. Dazu gehört beispielsweise Buntsteinputz. Generell handelt es sich bei Glattputzen um Modellierputze, welche bevorzugt zur Gestaltung von Innenwänden aber auch von Außenfassaden eingesetzt werden.

Verputztechnik von Glattputzen im Innenbereich

Sämtliche Varianten Glattputze werden erst geglättet, wenn sie sich „angezogen“ haben. Sie glätten also nicht den frisch an die Wand angeworfenen Putz, sondern bearbeiten diesen, falls bei Druckeinwirkung kein Andruckwasser aus der Putzmasse austritt. Putz, der sich in diesem Zustand befindet, können Sie leicht modellieren, obwohl er bereits die nötige Festigkeit besitzt, dass sich die Masse nicht wieder von der Wand ablöst. An dieser Stelle muss allerdings erwähnt werden, dass Sie sehr viel Erfahrung brauchen, um den optimalen Zeitpunkt zu finden, um den Putz durch weitere Bearbeitung die gewünschte Struktur zu verleihen. Falls Sie zu früh mit dem Glätten beginnen, bilden sich unschöne Streifen. Glätten Sie den Putz zu spät, haben sich bereits unglättbare Stellen gebildet. Diese werden im Fachjargon Nester genannt. Durch den Druck, den Sie beim Glätten auf die Masse ausüben, verbinden sich der Zuschlag und die Bindemittel optimal. Bestehende Hohlräume werden zudem zusammengepresst. Dabei wird das grobe Korn in die tieferen Schichten hineingedrückt. Die feinen Partikel dagegen sammeln sich an der Oberfläche. Zum Glätten von Glattputz benötigen Sie Stuckspachteln, Metalltraufeln und spezielle Glättkellen.

Vorteile von Glattputz in Innenbereichen

Ob Sie sich für Glatt- oder Reibeputz bei der Gestaltung Ihrer Innenwände entscheiden, ist Geschmackssache. Dennoch sollen Ihnen an dieser Stelle die Vorteile einer Wandgestaltung mit Glättputz in Innenbereichen erörtert werden.

Glattputz besitzt die Fähigkeit, innerhalb von sehr kurzer Zeit große Mengen Luftfeuchtigkeit aufzunehmen. Verringert sich die Feuchtigkeit im Raum, wird die Feuchtigkeit wieder freigesetzt. Auch lose Schadstoffe werden durch den Putz gebunden. Wenn Sie sich für Glattputz entscheiden, verbessert der mineralische Putz das Wohnklima in Ihrem Räumlichkeiten merklich.

Ein besonderer Vorteil von Glättputz ist, dass sich später beschädigte Stellen ohne großen Aufwand schnell und einfach ausbessern lassen. Da besonders in Innenbereichen häufig Beschädigungen am Putz festgestellt werden, sollten Sie diesem Vorteil bei Ihrer Entscheidung unbedingt mit einbeziehen.

Die Oberfläche von Glattputz wirkt besonders edel und lässt sich kinderleicht zusätzlich durch das Anbringen von Wandtattoos oder Tapeten gestalten. Reibeputz dagegen müssten Sie erst spachteln. Glättputz zeichnet sich zudem dadurch aus, dass Sie leichte Verschmutzungen kinderleicht durch Wegwischen entfernen können.

Nachteile von Glattputz in Innenbereichen

Das Aufbringen von Glättputz setzt viel Erfahrung voraus. Auch kleinste Verputzfehler sind bei Schlaglicht deutlich sichtbar. Glattputz ist zudem teurer als Reibeputz. Gegen mechanische Einwirkung ist Glättputz deutlich empfindlicher als Reibeputz. Schon bei minimaler Belastung bilden sich Dellen in der Oberfläche, die Sie durch Spachteln beseitigen müssen.